Die weißen Dörfer der Alpujarra: ein Tag in den Bergen
An den Südhängen der Sierra Nevada klammern sich weiße Dörfer an steile Täler. Die Poqueira-Schlucht ist der klassische Einstieg.
✓ Angaben geprüft am 8. November 2026
Was ist die Alpujarra?
Die Alpujarra ist die Bergregion an der Südseite der Sierra Nevada, aufgeteilt auf die Provinzen Granada und Almería. Ihre Terrassenhänge, Bewässerungskanäle und weißen Dörfer liegen teils im Nationalpark Sierra Nevada und in seinem Umfeld.
Von Vélez de Benaudalla aus ist die Alpujarra das Gegenstück zur Küste: an einem Tag am Meer, am nächsten in den Dörfern.
Der Barranco de Poqueira
Pampaneira
Das tiefstgelegene der drei Dörfer und meist der erste Halt. Seine Gassen sind ein guter Einstieg in die lokale Bauweise.
Bubión
Zwischen Pampaneira und Capileira, mit einem Museum über das traditionelle Alpujarra-Haus.
Capileira
Das höchste der drei am Ende der Schlucht, ebenfalls mit einem Museum zur traditionellen Wohnkultur.
Die drei Dörfer sind als historische Ensembles (Bien de Interés Cultural) geschützt; der Nationalpark Sierra Nevada beschreibt sie als Paradebeispiele traditioneller Alpujarra-Architektur.
Die Architektur verstehen
Achten Sie auf die Flachdächer aus Launa, einem grauen Ton, auf die runden, mit einem Stein abgedeckten Schornsteine und auf die Tinaos – überdachte Durchgänge, bei denen Häuser die Gasse überspannen. Die Häuser staffeln sich den Hang hinab.
Trevélez und sein Schinken
Weiter östlich liegt Trevélez, eines der höchstgelegenen Dörfer Spaniens. Bekannt ist es vor allem für seinen luftgetrockneten Bergschinken mit der Bezeichnung „Calidad de Trevélez“. Chroniken berichten, dass Königin Isabella II. und Napoleon III. ihn lobten.
Lanjarón und Órgiva
Auf dem Weg von der Küste hinauf ist Lanjarón ein Kurort, bekannt für sein Mineralwasser, und Órgiva der wichtigste Marktort der westlichen Alpujarra – beides gute Stopps für einen Kaffee.
Praktische Tipps
Die Bergstraßen sind schmal und kurvig: Planen Sie mehr Zeit ein, als die Entfernung vermuten lässt, und fahren Sie abends nicht übermüdet. In den Dörfern sind Parkplätze knapp, früh ankommen hilft.
Wanderwege verbinden die Dörfer der Poqueira-Schlucht; gutes Schuhwerk und Wasser mitnehmen. Im Winter kann in den oberen Dörfern Schnee liegen.
Häufige Fragen
Welche Alpujarra-Dörfer sollte man zuerst besuchen?
Pampaneira, Bubión und Capileira im Barranco de Poqueira: Sie liegen nah beieinander und stehen als historische Ensembles unter Schutz.
Braucht man ein Auto für die Alpujarra?
Sehr empfehlenswert. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es, aber nur eingeschränkt, und die Dörfer liegen verstreut an kurvigen Bergstraßen.
Wofür ist Trevélez bekannt?
Für seinen Bergschinken mit der Bezeichnung „Calidad de Trevélez“ und dafür, eines der höchstgelegenen Dörfer Spaniens zu sein.
Lassen sich Alpujarra und Strand in einem Urlaub verbinden?
Ja. Vélez de Benaudalla liegt zwischen Costa Tropical und Bergen – Sie können Strand- und Dorftage abwechseln.
Quellen · Angaben geprüft am 8. November 2026